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Top #10 Dinge, die man in Peking gemacht haben muss

Von Dennis 23.08.2019 16:04:00

Unsere Faszination mit Chinas Hauptstadt, Peking/ Beijing, kennt wohl keine Grenzen: Neben einer Geschichte, die mehrere Millenia überdauert und sieben (!) UNESCO Relikten, ist Peking auch eine der wirtschaftlich fortgeschrittensten Städte der Welt! Detaillierte Infos zu der Megastadt finden Sie in unserem Artikel zu Peking. In einer der größten Städte der Welt, in der alte Tradition auf wuchtige Moderne trifft, gibt es natürlich so einiges zu tun und zu erleben. Lesen Sie hier, wo Sie anfangen können, um in die wundersame Welt Pekings einzutauchen.

 

1. Ein Besuch beim Tiananmen Platz

Tiananmen_Square,_Beijing,_China_1988_(1)Der Platz des Himmlischen Friedens, Source: Wikipedia

Nichts beim Tiananmen Platz erinnert an die Proteste 1989 und die folgende gewaltsame Niederschlagung durch das Militär. Umringt von dem Nationalmuseum, dem Parlament, dem Mausoleum Maos und der Verbotenen Stadt, wirkt der "Platz des Himmlischen Friedens" friedlich und unscheinbar: Chinas Flagge weht in der Mitte des Platzes an einem hohen Mast und ein 10-Stockwerk hoher Obelisk, das "Denkmal für die Helden des Volkes", ragt in die Höhe. Warum also ist dieser Platz hier gelistet?

Zum einen ist er der Platz des Himmlischen Friedens die größte leerstehende Fläche in einer Großstadt weltweit. Zum anderen hat der Platz heute wie damals einen hohen politischen Stellenwert. Wichtige Staatsanlässe wurden und werden hier nach wie vor zelebriert, wie Militär-Paraden oder Staatsempfänge. Die Wichtigkeit und symbolische Bedeutung des Platzes wird auch durch die viele umliegende Security deutlich, die jeden Rucksack und jede Tasche untersucht, bevor man den Platz betreten darf.

Für einen Besuch des Tiananmen Platzes empfehlen wir auf jeden Fall in den frühen Morgenstunden zum Flaggenhissen zu erscheinen. Jeden Morgen wird zum Sonennaufgang die Flagge gehisst und zelebriert - ein wundersames Spektakel, das auch an chinesischen Schulen zelebriert wird (allerdings nur Montags)!

 

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2. Erkundung der Verbotenen Stadt

b52f19d064fc5f03281991e24d2d9da1Die Verbotene Stadt in Peking, eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in China; Source: S. Woiton für Chinaventura

Eine der Sehenswürdigkeiten Pekings, die fast synonym zu China verwendet wird. Das Sinnbild Chinas ist heute allerdings alles andere als verboten: 16 Millionen Menschen besuchen das UNESCO Weltkulturerbe jährlich, Tendenz steigend! Es ist also wenig verwunderlich, dass dieses Bauwerk von monumentaler Wichtigkeit vor allem an Wochenenden und Feiertagen sehr gut besucht ist. Wir empfehlen daher die Verbotene Stadt lieber unter der Woche zu besuchen und, je nach Wetter, ausreichend Sonnencreme und Hüte oder Mützen mitzunehmen, da die riesigen Plätze innerhalb der Mauern nur sehr wenig Schatten spenden.

Für die Wissensdurstigen: Vor gut 600 Jahren erbaut (1406-1420), diente die Verbotene Stadt der Ming und der Qing Dynastie als Regierungssitz sowie Wohnort. Dem Mythos entsprechend sind die weitläufigen Plätze so leer, damit sich Assassinen nicht verstecken können. Auf jeden Fall eine der beeindruckendsten Festungen und Regierungssitze der Welt!

 

3. Gipfelstürmer aufgepasst: der Jingshan Berg!

Jingshan_Park_IMG_4352Der Jingshan Berg von unten. Von oben überblickt man die Verbotene Stadt! Source: Wikipedia

Gut hinter der wuchtigen Verbotenen Stadt versteckt befindet sich der Jingshan Berg. Er gilt als Geheimtipp für Peking-Entdecker, da nicht jeder Reisende die Zeit findet den kleinen Hügel zu besteigen. Hat man den Weg um oder durch die Verbotene Stadt gen Norden gefunden, befindet man sich nur noch ca. 20 Minuten des Treppenlaufens vom Gipfel entfernt. Von oben hat man, das richtige Wetter vorausgesetzt, einen grandiosen Blick auf die Verbotene Stadt und den Tiananmen Platz. 

Für unsere Geschichts-Nerds (wie mich): Der letzte Kaiser der Ming-Dynastie, Chongzhen/ Zhu You, wählte den Freitod vor Gefangenschaft, als die Schun Dynastie einfiel. Er floh in den Jinshan Park und erhängte sich - der Baum an dem er dies tat steht bis heute in dem Park! Wer den Park besuchen möchte, muss 2 RMB Eintritt bezahlen .... also etwa 30 Cent!

 

3. Original Peking Ente - ein palatales Highlight für alle!

297912Die Ente wird am Tisch tranchiert. Source: T. Baumgartner für Chinaventura

Ich kann nicht genug unterstreichen wie sehr sich die Peking Ente beim Lieblings-Chinesen um die Ecke von der authentischen Peking Ente in Beijing unterscheidet: Ist das eine eher ein alter Golf, tendiert die echte Peking Ente eher in Richtung Mercedes. Die feinen Enten-Streifen werden am Tisch von einem Koch von der Ente geschnitten und mit einigen Zutaten serviert. Zunächst nimmt man sich einen der Handteller-großen Teigflächen und legt Gemüse (meist Gurken, Salat und Zwiebeln) dazu. Anschließend tunkt man das Entenfleisch in die Soße, legt sie zum Gemüse und rollt den Tag zu einer Art Wrap zusammen. Jetzt muss das köstliche Gericht nur noch verzehrt werden. Mhhhmmmmmm, lecker!

 

4. Verlaufen Sie sich in den Hutongs

Beijing_hutong_area_1 (1)Eine Reise in die Vergangenheit: die Pekinger Hutongs. Source: Wikipedia

Wie jede andere Stadt, musste sich auch Peking den Herausforderungen der Moderne bei gleichzeitiger Wahrung der eigenen Tradition stellen. Nur, dass ein Prozess der in westlichen Städten zwei Jahrhunderte andauerte, in wenigen Dekaden bewältigt werden musste. Kurzerhand wurden viele der historischen Hutongs, einige welcher Jahrtausende alt waren und teilweise seit Jahrhunderten ein Zuhause für Familien waren, abgerissen um Platz für moderne Hochhäuser und Shopping Malls zu machen. Zum Glück gibt es aber auch heute noch einige Hutongs, die von ganz klassischen, unberührten Hutongs bis zu renovierten Hutongs mit Face-Lift reichen.

Zwei besonders nennenswerte Hutongs sind NLGX (Nanluoguxiang) und Wudaoying. Die Restauration dieser Gegenden tut dem historischen Charme keinen Abbruch: In den vielen Gassen, Nebengassen und Nebennebengassen kann man sich bis heute sehr gut verlaufen, von kleiner Bar zu Cafè schlendern und den Appetit in traditionellen Restaurants stillen. Kamera nicht vergessen! 

 

5. Besteigen Sie die Chinesische Mauer

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Ein ähnlich bekanntes Wahrzeichen Chinas wie die Verbotene ist die Große Mauer. Ein Besuch dieses Monumentes ist Pflicht für China-Reisende, sagt doch eine (auf die Ansprüche des 21. Jahrhunderts angepasste) Redensart "Man hat nur dann wirklich gelebt, wenn man die Mauer erklommen hat!" In der Nähe von Peking schlängelt sich der "Steinerne Drache" durch das Gebirge. Zum Schutz gegen verschiedene nomadische Gruppen und später auch zum Schutz der Seidenstraße, wurde mit dem Bau der Mauer bereits 220 vor Christus begonnen. In den folgenden Jahrtausenden wurde die Mauer von den regierenden Dynastien erweitert, sodass das UNSESCO Weltkulturerbe heute eine Gesamtlänge von über 21.000 km misst und stolze 15(!) Provinzen Chinas passiert! Auch hier wieder ein kleiner Tipp: Wochenenden und Feiertage meiden und genug Sonnencreme und Schattenspender mitbringen!

Sind mongolische Angreifer heute eher weniger gewöhnlich an der Chinesischen Mauer zu sehen, findet man aber Heerscharen von Selfie-Stick schwingenden Touristen. Wer das umgehen möchte, besucht am besten nicht Badaling. Dieser Teil der Mauer ist disney-fiziert und eine wahre Touristenfalle. Stattdessen empfehlen wir Mutianyu, Jinshanling, Gubeikou oder Simatai zu erkunden. Vor allem die letzten Teile sind unrestauriert und Abenteuer-Fans können hier sogar (nicht ganz legal ....) campen!

 

Hier geht es zum kostenlosen Reiseführer für China!

 

6. Ein Besuch beim Himmelstempel

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Der Himmelstempel im Winter, Source: Wikipedia

Einst diente dieser Tempel dem Kaiser Chinas zu Darbringung von Opfergaben an die Götter. Der Kaiser galt als Bindeglied zwischen den Göttern im Himmel und der Erde und es war seine Aufgabe den Willen der Götter auszuführen. Gleichzeitig durfte der Kaiser aber auch den Wille der Menschen kommunizieren und, als Gegenleistung zu den Opfergaben, bspw. um eine reiche Ernte bitten.Dabei mussten die Rituale perfekt ausgeführt werden, weil schon die kleinste Abweichung als schlechtes Omen für das kommende Jahr für die gesamte Nation galt. Nachdem der Tempel einige Jahre fast in Vergessenheit geraten war, wurde er seit seiner Ernennung zum UNESCO Weltkulturerbe 1998 restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Um den Tempel herum befindet sich eine großzügige Parkanlage.

 

7. Verköstigung lokaler Braukunst

Craft_Beer_at_the_Taedonggang_Microbrewery_No-_3_(12329931855)Lokale Brauerei Taedonggang, Source: Taedonggang

Die Chinesen lieben es, Bier zu trinken. Das ist ja auch alles schön und gut, gäbe es da nicht ein kleines Problem: Der Großteil der chinesischen Biere schmeckt scheußlich! Chemische-blechener Geschmack, verwässert und auch nur 3-4% Alkohol ... so stellt sich der Deutsche Bier-Connoisseur sein Bier definitiv nicht vor! Zum Glück gibt es einige kleinere Lokal-Brauereien in China, die ihr Geld wert sind: Jing A, Slow Boat, Taedonggang und Great Leap gehören zu den bekanntesten. Cheers!

 

8. Beten Sie für Ihre Ahnen und Glück im Yonghe-/ Lama-Tempel

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Der Lama Tempel im Herzen Pekings. Source: Wikipedia

Eines vorweg: Es laufen keine tierischen Vertreter des Buddhismus' in dem Tempel herum, leider. Stattdessen handelt es sich um den größten lamaistsichen Tempel außerhalb Tibets. Der Lamaismus ist eine der Gruppen innerhalb der buddhistischen Religion, deren Oberhaupt der Dalai Lama ist. Daher der westliche Name "Lama-Tempel"; im Chinesischen wird der Tempel übrigens "Palast der Wahrheit und des Friedens genannt". 

Der Tempel ist bei der lokalen Bevölkerung ebenso beliebt wie bei Touristen. Für etwas Geld kann man Räucherstäbchen erwerben und sie in dem Tempel beim Gebet anzünden. Der Rauch vertreibt böse Geister und die Gebete werden von den Göttern erhört. Die Temeplanlage ist übrigens ziemlich groß und auf ihr leben sogar echte lamaistische Mönche - inmitten der umliegenden Hutongs!

 

9. Erkunden Sie die Landschaft rund um den Sommerpalast

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Die Halle der Langlebigkeit des Sommerpalastes. Source: Wikipedia

Der Name ist leicht irreführend: Tatsächlich handelt es sich bei dem UNESCO Weltkurlturerbe nicht um ein einziges Gebäude, sondern um eine ganze riesiege Parkanlage, inklusive See-Gebiet, Hügeln und Wäldern! Hier kann man sich von den verschiedenen Gebäuden faszinieren lassen, wie bspw. der Brücke zu einer der Inseln inmitten des Sees, dessen Balustrade verschieden-artige, indivudell gefertigte Löwen zeigt. Oder natürlich die symbolische Halle der Langlebigkeit auf einem der Hügel. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall, nehmen Sie aber genug Wasser mit, sonst müssen Sie das teure vor Ort kaufen. 

 

10. Lassen Sie sich vom 798 Künstler-Viertel verzaubern

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Eine Ausstellung in einer der Hallen in 798. Source: Wikipedia

In den Fabriken des ehemaligen Militärgeländes finden heute zahlreiche Ausstellungen und sogar einige der wichtigsten kulturellen Events der Kunst-Szene Chinas statt, wie der Beijing Design Week oder dem Beijing Queer Film Festival. Wenn die Gebäude einem hier unerklärlich bekannt vorkommen, könnte das an der größten Kooperation zwischen China und der DDR liegen. Typisch im Sinne des Bauhauses, in dem Form der Funktion folgt, wurden die Bauten im Sinne der Effizienz errichtet: große Fenster in gewölbten Decken für maximales Tageslicht, großzügige Hallen, etc.

 

Peking ist eine der faszinierendsten und vielseitigsten Städte Chinas und vielleicht sogar der Welt! Durch die schiere Anzahl der Sehenswürdigkeiten ist Peking auf jeden Fall den ein oder anderen Besuch wert. Weitere Informationen zu der Stadt an sich finden Sie in diesem Artikel. Wollen Sie weitere Sehenswürdigkeiten aus China kennenlernen? Dann klicken sie hier für einen Artikel über Sehenswürdigkeiten in China

 

Peking hat natürlich noch weitere unzählige Sehenswürdigkeiten, deren Listung allerdings den Rahmen sprengen würde! Hat Sie die Neugierde und Reiselust gepackt? Super! Hier finden Sie alle Infos zu unseren China-Reisen. Vielen Dank für's Lesen und bis zum nächsten Mal! 再见!

 

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